SebaGeek I like the feeling of raw network-data running trough my terminals...

Tastaturbemalung

Schuld an allem war dieses Keyboard. Einfach nur schick das Teil. Dummerweise kostet das Ding so um die 100 Euro. Also wollte ich mir selbst eines basteln. Hacki brachte die Idee ein Autolack zu benutzen und so war der Tag gekommen, an dem die erste Version des kopierten DasKeyboard hergestellt werden sollte...

Meine Mutter sponsorte - begeistert von der Idee - sowohl Tastatur, Autolack als auch ihren Balkon. Diesen legte ich dann mit Plane und Zeitungen aus, damit nach der Aktion das Orange nicht einen leichten Schwarzstich bekommt. Die Kater hatten an der Aktion mit der Plane auch ihren Spaß, jedenfalls musste ich die beiden immer wieder unter den Planen hervorziehen.

Erstmal musste die Tastatur komplett sauber gemacht werden. Also Schraubenzieher nehmen, Tastaturdeckel abschrauben, Elektronik rausnehmen und dann 105 Tasten aus ihrer Fassung nehmen. Als nächstes befreite ich jede Taste von ihrem Schmutz, wobei zu erwähnen wäre, dass die Tastatur schon ihre Zeit im Einsatz war. Meine Mutter grinste breit und meinte, dass es doch schick wäre, dass ich mich mal völlig dem Abwaschen widmen könnte ohne mich darüber zu beschweren. Danach trocknete ich die Tasten ab und zurück ging es zum Balkon.

Mit dem Handtuchbeutel voll Tasten überlegte ich nun, wie ich die Tasten auf die Zeitung kriege, ohne, dass sie dabei Umfallen. Nach einiger Rumprobiererrei, welche vom Wind etwas beeinträchtigt wurde, kam meine Mutter mit beidseitig klebendem Klebeband an. Damit war das Aufstellen kein Problem mehr. Fertig mit der Aufstellung war es nun Zeit für den Autolack. Ich sprühte also einmal komplett über die Tasten. Nach 30 Minuten waren die Tasten trocken - aber man konnte trotzdem noch die Tastenbeschriftung erkennen... Nach 3 weiteren Sprühdurchhängen war dies kein Problem mehr.

Nachdem noch das Gehäuse besprüht wurde war alles schwarz. Nun setzte ich die Tasten alle wieder an ihren ursprünglichen Platz, schraubte die Elektronik rein und machte die Tastatur wieder zu. Voila, DasKeyboard am Rechner!

Nur beim Tippen fiel mir auf, dass einige Tasten klemmten. Es hielt sich zwar in Grenzen, aber war zum schnellen Tippen nicht geeignet. Also ging die Aktion in Runde 2. Diesmal entschied ich mich die Tasten alle auf eine Styroporplatte zu stecken, damit die Tastenstifte nicht besprüht werden und evtl. klemmen. Das bewährte sich, denn - bis auf, dass die Tasten anfänglich ein wenig rutschig waren - lies es sich auf der Tastatur super tippen. Das gleiche probierte ich dann sofort mit einer weiteren Tastatur.

Und so ungefähr funktioniert also die Herstellung eines unbeschrifteten Keyboards für ca. 4.95 Euro.

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